9.12. – Breisgau-Brasilianer

Nachdem der SC Freiburg in der Spielzeit 1993/1994 als Aufsteiger ganz knapp den Klassenerhalt sichern konnte, mischten die “Breisgau-Brasilianer” eine Saison später die Bundesliga auf. Wir schreiben den 09.12.1994, 17. Spieltag im deutschen Oberhaus. Zu Gast an der Dreisam ist der FC Schalke 04, die Knappen belegen nach 16 Runden im punktemäßigen Niemandsland der Tabelle den 12. Rang. Ganz anders Freiburg: Das Überraschungsteam der Liga steht auf Platz fünf, gerade hatte man Bayer Uerdingen auswärts mit 2:0 besiegt.

Nun also Schalke. Vor 18.000 Zuschauern im Dreisamstadion bringt Publikumsliebling Rodolfo Esteban Cardoso die Heimmannschaft in der 45. Minute mit 1:0 in Front. Uwe Spies (78.) und Ralf Kohl (90.) sorgen schließlich für den 3:0-Endstand. Der SC Freiburg überwintert damit nach der bis dahin besten Bundesliga-Hinrunde der Vereinsgeschichte auf dem 4. Rang hinter Borussia Dortmund, dem SV Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach, aber noch vor dem FC Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern. Am Ende der Saison sollte gar der 3. Tabellenplatz zu Buche stehen, wodurch sich die von Volker Finke trainierte Mannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren konnte. Die UEFA-Cup-Qualifikation 1995/1996 verlief allerdings nicht erfolgreich, die Freiburger scheiterten bereits in der 1. Runde an Slavia Prag.

„Eine richtig geile Saison“ – Die erfolgreichste SC-Mannschaft aller Zeiten erinnert sich [PDF]

Und sonst:

  • Von Ende November 1977 bis zum 9. Dezember 1978 bleibt die Mannschaft von Trainer Brian Clough, Nottingham Forest, ungeschlagen. 42 Ligaspiele hält die Serie von Nottingham. der Rekord wird erst 2004 vom Arsenal FC überboten – Clough starb kurz darauf im September 2004.
  • Stefan Brasas, Torhüter in Diensten des Zweitligisten SV Meppen, eilt in den Schlusssekunden des Spiels beim FC Carl Zeiss Jena in der Saison 1995/1996 mit nach vorn und köpft vor 3.100 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld den 2:2-Ausgleich.

Geburtstage:

  • Henk ten Cate, 1954
  • Bixente Lizarazu, 1969
  • Zé Roberto, 1980
  • Ádám Szalai, 1987

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